Tannheim Radmarathon

4 Uhr Tagwache gestern in Tannheim, da der Startschuß bei Traumwetter bereits um 06:00 Uhr erfolgte.  Am Start noch angenehme 15 Grad. Im Laufe des Tages sollten es noch mindestens doppelt soviel werden.
Vom Start weg war es wieder etwas hektisch. Es ging in schnellem Tempo über Pfronten und dann in die Abfahrt nach Reutte. Da keinerlei nennenswerte Steigungen auch im Lechtal blieb das Feld geschlossen bis Steeg. Jetzt ging es los. Kaum die Steigung in Sichtweite ging es zur Sache. Vorne weg ca. 30 Mann. Ich war zuerst unschlüssig was ich tun sollte. Dieter meinte er habe heute nicht so gute Beine und ich solle fahren. Gesagt getan fuhr ich auch recht forsch unten hinein. Mit 4 anderen hingen wir etwas in der Luft. Nach vorne das Loch schon zu groß und von hinten kam auch noch nichts. Wir machten Tempo.  Plötzlich kam kurz vor der Paßhöhe Flexenpaß Dieter mit ein paar anderen im Schlepptau herangeschossen und erhöhte gleich das Tempo. Mir war es eigentlich zu schnell wollte ich aber bis Imst unbedingt in einer Gruppe fahren und so blieb ich dran. Es folgte eine nicht ganz ungefährliche Abfahrt durch ein paar Tunnels und dann noch gut 200 Höhenmeter Anstieg auf den Arlbergpaß.  Diese Steigung machte keine Probleme. Dann kurze Abstimmung mit Dieter nicht stehenzubleiben, sondern gleich in die Abfahrt nach St. Anton. Auf der Abfahrt fand sich dann eine gute Gruppe von ca. 8 Mann zusammen. Wir arbeiteten gut zusammen und fuhren mit hohem Tempo und „abgeschirmt“ von einem Begleitfahrzeug des Veranstalters, durch das Stanzertal Richtung Landeck. Kurz vor Mils haben wir dann noch 3 Mann aufgesaugt, darunter Helmut Wechselberger. Jetzt die steile Rampe von Mils nach Imst. Die Sonne brennte schon unbarmerzig herein und ich merkte in der Steigung, daß meine Muskulatur ziemlich verkrampft ist und kein richtiger „Punch“ mehr da ist. Wir fuhren noch gemeinsam bis Imst zur Labestation, dann noch ein kurzer smalltalk mit Wechselberger Helli und hinein in das gefürchtete Hahntennjoch. Ich wußte schon vorher, daß das jedenfalls nicht nur für mich das Kriterium der Strecke sein wird. Die ersten 500 Höhenmeter hab ich noch halbwegs überlebt, dann kam der „Mann mit dem Hammer“. Übelkeit, Kreislaufprobleme und der Puls nicht mehr in die Höhe zu bringen.  Meine Motivation mich zu quälen ist dann auch noch stark gesunken, als viele Fahrer an mir vorbeifuhren, welche wir auf den Flexen- und Arlbergpaß distanziert haben.  Die letzten 400 Höhenmeter waren echt beinhart und fingen nach der heißersehnten Abfahrt nun auch noch Krämpfe auf beiden Beinen an. Mein Ziel jetzt noch möglichst schnell nach Weißenbach und dann über den Gaichtpaß Tempo zu machen. Fuhr dann in recht gemütlichen Tempo mit ein paar Mitstreitern wieder hinaus ins Lechtal. Bei der Auffahrt auf den Gaichtpaß war aber schnell klar. Heute geht nix mehr. Fuhr dann die restlichen 15 Kilometer alleine ins Ziel und habe verdammt viel Zeit verloren. Wenn ich mir die Ergebnisliste so anschaue dann waren es auf den letzten 45 Kilometern so ca. 25 min., was ich meine direkten Mitstreiter aufgerissen haben.

Fazit: Dreiviertel vom Rennen hui – letztes Viertel pfui

Ganz besonders hervorheben möchte ich aber noch die Leistung vom Teamkollegen Dieter, der wieder einen Sieg mit einer wirklich tollen Endzeit eingefahren hat!
Herzliche Gratulation Dieter!

Hier noch die Ergebnisliste

Gesamt

nach Klassen

Daten: Tannheim Marathon: 230 km / 2.940 Höhenmeter
meine Endzeit: 7 h 12 min 19 sek. , Gesamt Rang 84., Klassenrang: 43.

hier auch noch ein kurzer Bericht in der TT von heute

Dreiländergiro 27.6.10

Die Vorzeichen des heutigen Rennens waren für mich nicht gerade gut. Habe ich doch am Dienstag noch Halsweh bekommen und ab Donnerstag war dann die Nase komplett zu. Mit Erkältungsbad, Eukalyptos Inhalation, Nasenssalbe usw. habe ich mich für doch noch halbwegs hergerichtet, um an den Start gehen zu können.  Da wir 14 km von Nauders weg unser Quartier hatten, mußte wir (Roberto und ich) früh raus. 04:15 Uhr ging der Wecker ab. Schnell frühstücken und dann ab Richtung Nauders. Am Start wars noch bitterkalt bei gerade 7 Grad. Um 06:30 gings dann endlich los. Fühlte mich anfänglich nicht besonders, bin aber das Tempo auf den Reschenpaß gleich mitgegangen. Plötzlich ein Schlagloch und eine meiner Flaschen vertschüsste sich aus der Flaschenhalterung. Super, dachte ich mir das geht ja gut los.  Bei der Streckenteilung in Glurns gings für mich weg auf die B-Strecke und sah ich nicht weit vorne die Führungsruppe. Konnte bald aufschließen und fuhren wir (ca. 25 Mann Gruppe) Richtung Ofenpaß. Bei einer Tempoverschärfung am Ofenpaß mußte ich dann doch reißen lassen. Meine Nase war einfach noch ziemlich zu, die Beine wären aber o.k. gewesen. In der „Verfolgergruppe“ fuhr ich dann mit 3 anderen bis auf den Ofenpaß. Da mußte ich aber leider stehenbleiben, da meine einzige noch verbliebene Radflasche ja schon leer war. Somit die Gruppe weg und ich anfänglich alleine, dann mit 2 weiteren Richtung Zernez. Gott sei Dank war eine Baustelle mit Ampelregelung. Da diese „Rot“ war bildete sich eine Gruppe mit ca. 10 Fahrern und fuhr ich mit dieser in recht gutem Tempo durchs Engadin. Schaute öfter auf die Uhr und dachte eines meiner Ziele (unter 4 h) kann ich jedenfalls schon vergessen. Das zweite Ziel unter die Top 20 zu fahren wäre noch möglich, wenn ich als einer der ersten von unserer Gruppe in Ziel fahre. Da wir noch 2,3 Mann aus der Führungsgruppe aufgesammelt haben,  fuhren wir dann in Martina zum Entscheidungsritt in die Norbertshöhe ein. Ich dachte mir, die Steigung (ein ziemlicher „Schmierer“) liegt mir und ich riskiere. Bin hinter 2 Mann (Gerhard Prantl vom Ötzi-Team und einem Fahrer vom Mooserwirt namens  Christian Auer) in die Steigung voll reingefahren. Nachdem ich den Fahrer von Andi Traxl überholt habe,  fuhr ich in einem Abstand von ca. 100-150 m stets hinter Prantl Gerhard nach. Puls 190 und Vollgas. Ein paar mal nach hintengeblickt. Von hinten kam nichts mehr. Jetzt das Tempo hochhalten. Puls immer noch 190. Die Kehren zählten herunter. Jetzt noch einmal alles geben und in die letzte Abfahrt hinein nach Nauders. Der Zieleinlauf war echt lustig. Unser Teamnamen war wohl nicht aussprechbar und wurde ich von Peer Othmar  so zu einem Fahrer des SV Oberperfuß gemacht. Macht auch nix. Über Zeit und Platzierung war ich dann überglücklich. Meine Zeit: 3 h 58 min und 20 sek. In meiner Klasse war das Platz 8. In der Gesamtwertung Platz 16. !!!  (Rückstand auf den Tagessieger
Hechenblaikner Markus   nur  4 min 55 sek)

Jedenfalls aber meine beste Platzierung in einem Radmarathon und somit überglücklich.Mit meiner 90% Leistung in Summe 110 % herausgeholt.

Ergebnisliste nach Klassen (meine Klasse Strecke B – „Senioren“ – vorbei mit der Jugend …)

Gesamtergebnisliste

Berchtesgadnerland-Marathon 13.6.2010

Zum ersten mal kam heuer bei einem Renneinsatz bei mir Nervosität auf. Da ich dieses Rennen bereits 3 oder 4 mal gefahren bin, war die Erwartungshaltung doch eine größere als bei den bisherigen Rennen. War mein Ziel doch meine bisherige Bestzeit zu toppen und einen Platz unter den Top 50 zu erobern.

Gestartet wurde heuer in 4 Starblöcken (1.Topfahrer, 2. Alpencupteilnehmer, 3. und 4. nach Endzeiten). Zwischen den Startblöcken wurde ein Intervall von 5 Minuten eingehalten.
Ich war im 2. Startblock und ging somit 5 Minuten später ins Rennen. Ein Anhängen an den Siegfahrern war somit nicht möglich. Das Anfangstempo, war anders als sonst, recht gemächlich und keiner wollte Führungsarbeit bei einsetzendem Regen machen. Ich war dann froh als es in den ersten Anstieg des Tages aufs „Wachterl“ ging. Fühlte michimmer noch etwas müde von meinen vielen Höhenmetern des Italienurlaubes und war nicht so spritzig. Fuhr aber trotzdem voll in den Berg hinein und war dann bald in der Führungsgruppe unseres Startblockes. Als ich merkte, daß ich das Tempo mitgehen kann, war meine Motivation allerdings voll da. Auf der Anhöhe war ich auch noch dabei und wollte ich auf der Abfahrt jedenfalls die Gruppe halten, was mir bei den leichschmierigen Kurven gott sei Dank gelang. Die folgenden Kilometer waren wieder langsamer bis es in den 2. Anstieg des Tages auf das Hochschwarzeck ging. Diesmal der Anstieg wesentlich steiler als der erster. Vorne weg fuhren 2 aus unserer Gruppe. Ich mit ein paar anderen dahinter. Konnte mich an denen festkrallen und wieder hochmotiviert, als keine weiteren im Stande waren, weg zu fahren. Jetzt kam eine schnelle Abfahrt, wo ich mich überwinden mußte und für meine Verhältnisse (über 80 km/h) sehr schnell fuhr. Trotzdem riss ich am Ende ein kleines Loch. Gab alles und konnte es dann bei Puls 190 wieder schließen. Dies war aber unbedingt notwendig, denn die Gruppe hatte jetzt wirklich Zug und war eine gute Endzeit davon abhängig, diese jetzt zu halten. Dann immer wieder auf und ab und keine größeren Probleme. Jetzt folgte der dritte Anstieg des Tages nach Anger. Jetzt wurde das Tempo etwas erhöht war das Ziel doch nicht mehr weit. Ich fand mich immer noch in der Führungsgruppe des Startblocks 2 und gab alles. War dann auf den letzten 15 km nach Bad Reichenhall noch dabei, wo es natürlich viele Positionskämpfe gab. Zwei Kilometer vor dem Ziel dann eine letzte Abfahrt, wo es schön zur Sache ging und dann im Zick-Zack-Kurs hinein auf die Zielgerade. War auch hier noch im vorderen Teil unserer Gruppe und total happy als ich die Endzeit sah. Vielmehr aber noch, daß ich am Berg das Tempo mit wirklich guten Fahrern mitgehen konnte.

Belegte in der Gesamtwertung den 52. Platz (von 533 Teilnehmern). Der Abstand zur Spitze mit
dem Sieger Fischbacher, Obwaller etc. war knappe 11 Minuten. Damit kann ich sehr gut leben.

 In meiner Klasse Platz 47., somit Ziel der Top 50 erreicht!

Distanz war 101 km, bei ca. 1.450 Höhenmetern. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 34,6 km/h

Ergebnisliste:

Happy über die Zeit und die wartende Familie im Ziel zu sehen
Happy über die Zeit und die wartende Familie im Ziel zu sehen

Streckenbeschreibung der neun Hügel – Nove Colli

Im Zuge meines Cesenatico Urlaubes bin ich immer wieder noch einemal einzelne Hügel des Nove Colli abgefahren. Aus dem  Rennen hatte ich die Steigungen bzw. die Länge manchmal ganz anders in Erinnerung. Daher eine kurze subjektive Beschreibung:

1. Polenta:

Der erste Hügel sehr gut zum Warmfahren. Keine besonderen Schwierigkeiten auf den 200 Höhenmetern. Die Beine sind ja auch noch topfit.

2. Pieve di Rivoschino:

Feine Steigung, landschaftlich wunderschöne recht lange Auffahrt  ( da auch immer wieder Flachpassagen) auf eine Art Hochplateau,
am Ende noch ein kurzer „Schnapper“. In Summe ladet dieser Hügel zum Gas geben ein. ca. 300 HM (von Mendola aus)

3. Ciola:

Hatte diesen Hügel eigentlich als kurz und leicht aus dem Rennen in Erinnerung. Es sind aber doch knappe 400 HM zu überwinden und doch etwas
steiler als noch Hügel Nr. 2. Als es dann schon abwärts geht, glaubt man es ist geschafft, aber es kommen noch 2,3 kurze Gegenanstiege, die dann etwas weh tun.

4. Barbotto:

Der wohl bekannteste der 9 Hügel. So fuhr heuer auch der Giro drüber. Die Auffahrt von Mercato Saraceno ist ca. 4 km lang und hat 400 Hm. Die ersten 2 km sind noch recht „normal“  mit Steigungen von vielleicht 10 %. Die Kehren auf den letzten 2 km haben es dann in sich und sind das erste Kriterum der langen Strecke. Da geht es dann durchgehend steil mit teilweise 18% ganz schön zur Sache. Da sind auch die meisten Zuschauer und die beste Stimmung.

5. Motetiffi:

Auch dieser Hügel präsentierte sich mir anders als im Rennen. Hatte den aufgrund seine Kürze gar nich so in Erinnerung. Er ist neben dem Polenta der kürzeste Hügel. Die Auffahrt sind gerade mal 2 km. Die Steigungen dafür aber durchgehend knackig mit max. 16 %.

6. Perticara:

endlich wieder ein rhytmisch zu fahrender Hügel mit gleichmäßiger gut zu fahrender Steigung. Höhenmeter ca. 350. keine größeren Schwiegrigkeiten.

7. Monte Pugliano

mein „Schicksalsberg“ – bin dort ziemlich eingegangen. Dürfte aber auch für die meisten anderen der Hügel der Wahrheit sein. Hat man doch bereits schon gut 130 km in den Beinen und
fährt von einer recht langen Abfahrt wieder direkt in eine lange Auffahrt ein. Eingefahren wird nicht über Novafeltria, sondern über Ponte Baffoni. Von dieser Seite bin ich – außer im Rennen – noch nie hochgefahren.  Wollte im Zuge meines Urlaubes nochmals da hoch und mußte dort aber wegen strömendem Regen umdrehen. Dieser Berg hat mich also in meinem Urlaub gleich 2 mal abgeworfen. Kann daher keine genaue Streckenbeschreibung abgeben, außer daß ich ihn ziemlich schlimm in Erinnerung habe, aber wohl nur weil ich dort einfach platt war. Laut den Daten des Veranstalters eigentlich ein feiner, langer Berg: ca. 9 km lang, 500 Höhenmeter, Durchschnittssteigung 5,63 %, max. Steigung 12%

8.  Passo delle Siepi:

einer meiner Lieblingshügel. Angenehme Steigung voll zum Attackieren, so wie ichs gerne mag mit Steigung von 6-7%. Länge 2 km, Höhenmeter 200

9. Gorolo:

Gegen Ende des Rennen verlangt einem dieser Hügel nochmals alles ab. Zwar mit4 km und ca. 300Höhenmeter nicht besonders lang, jedoch auf den letzten 2 km wieder Steigungen bis 17% und brennt die Sonne erbarmungslos in diese Strecke hinein.

Rennbericht vom 40. Nove Colli – meine erste Teilnahme

Bereits das Rahmenprogramm und das ganze Umfeld dieser Veranstaltung haben mich in Ihren Bann gezogen. So war 2 Tage zuvor Cesenatico das Etappenziel einer Giro Etappe.  Tausende Zuschauer säumten den Straßenrand und war im Zentrum ein riesiger Menschenauflauf begeisterter Radfans. Es gab ein großes „Giro-Dorf“ und und nutzten Dutzende Hersteller
Ihrer Produkte anzupreisen. Man hatte den Eindruck, daß jeder der etwas auf sich haltet, hier einen Radstand haben muß.

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hektisches Treiben rund um die Radausstelller
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Rennrad Marke Pantani

   

Kein Problem bei der Startnummernausgabe. Hat diese doch über mehrere Tage geöffnet. Alles reibunslos abgelaufen. Endlich war es dann am Sonntag soweit. Um 04:20 ging mein Wecker und ich machte mich nach angenehmer Nachruhe auf, meine sieben Sachen zusammenzupacken. Bereits beim Einrollen von Gatteo Mare nach Cesenatico wimmelte es nur so von Radfahrern. In Cesenatico dann ein Bild was ich noch nicht gesehen haben, überall wo man hinschaut Radler. Sie kamen aus allen Seitenstraßen. Es wimmelte wie bei den Ameisen und war jeder auf der Suche nach seinem Startblock. Ich war im „gelben Startblock“, sprich von Startnummer 5.000 – 7.000. Somit also nicht gerade die beste Ausgangsposition. Um 06:00 war dann alles hergerichtet 12000 Pedalisten standen am Start und los ging es mit dem Startschuß. Jedoch nur für den ersten Startblock. Bis meiner drankam war es dann kurz nach 06:30 Uhr, also eine halbe Stunden nach den ersten. Natürlich wurde aber mit Transponder gefahren und es zählte die Nettozeit. Meine Befürchtungen, daß es nach dem Start zu einem Chaos kommen wird, sind in keinster Weise eingetreten. Sofort fächerte sich das Feld auf. Aufgrund des unterschiedlichen Leistungsnivieaus und unterschiedlicherer Ambitionen der einzelnen Teilnehmer war es aber äußerst schwierig ein schnelles Hinterrad zu finden bzw. kaum möglich. Fuhr die ganze Zeit im Zick-Zack-Kurs und teilweise im Wind. So ging es ca.35km bis dann der erste Anstieg auf den „Polenta“ wartete. Auch hier war ich auf das schlimmste gefaßt, nämlich daß es zu einem Stau kommt und womöglich sogar geschoben werden muß. Aber auch das ist nicht eingetreten und war zwar recht dichtes Gedränge, aber man kam noch gut weiter. Die nächsten 2 Hügel (Pieve di Rivoschino und Ciola) waren im Eiltempo überwunden und war ich eigentlich nur am linksüberholen. Der 4. Hügel dann, der Barbotto, das erste Kriterium. Die letzten 2 km des Anstieges extrem steil, aber auch extrem super Stimmung. Viele Zuschauer und richtige Volksfeststimmung. Man wurde richtig nach oben gepeitscht. Dann wurde es schon etwas schwerer es kamen Hügel Nr. 5 (Montetiffi) und Nr. 6 (Perticara).
Fühlte mich aber eigentlich noch ganz gut. Dann eine lange Abfahrt und die Einfahrt in Hügel Nr. 7. Schaltete aufs kleine Kettenblatt und plötzlich wars vorbei mit den Kräften. Mir wurde
übel und schwindling und mußte für einige Minuten vom Rad. Die folgenden Kilometer auf den Monte Pugliano waren wirklich eine Schinderei. Puls total im Keller und keinen Druck auf dem Pedal. Bei der Auffahr zu Hügel Nr. 8 (Passo delle Siepi) gings im Magen wieder besser und futterte ich mit Genuß ein Schinkenbrot. Ab da gings mir eigentlich wieder ganz gut und am Hügel Nr. 9 (Gorgolo) war ich wieder voll da. Gott sei dank, denn mittlerweile hatte es 32 Grad und Steigungen mit 17%. Die restlichen 20 km ins Ziel waren dann auch kein Problem mehr. Die Zieleinfahrt im total abgesperrten Bereich dann nochmals ein Erlebnis. Geschafft in 7 Stunden 52 Minuten und 34 Sekunden (Platz 287 in meiner Klasse von 720 – Gesamt Rang 1147).
Mit dem Ergebnis bin ich nicht ganz zufrieden, da ich bei meinem Einbruch von Hunderten überholt wurde.
Nächstes Jahr dürfte ich aber in einem besseren Starblock stehen und dann heißt es Angriff. Eine halbe Stunde schneller sollte es schon gehen …
War aber alles in allem ein tolles Erlebnis und kann ich es nur jedem weiterempfehlen !!!

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Vita Radmarathon 2.5.10 – mein Start in die Rennsaison

Als ich mich gestern um 06:00 Uhr ins Auto setzte, um Richtung Salzburg zu fahren, war ich schon etwas angespannt, da ich schon länger kein Straßenrennen mehr gefahren bin und man ja zu Saisonbeginn nicht genau weis wo man steht.  Jedenfalls war ich gleich mal erleichert, da es nicht regnete und es auch nicht danach ausschaute, als ob das Wetter total schlecht wird. Als ich mir die Startunterlagen holte und Hans-Peter Obwaller neben mir die Akkreditierung ausfüllte, wußte ich, daß auch hier jedenfalls sehr viele Top-Fahrer am Start sind. In Summe stand ich dann mit ca. 200 anderen am Start der A-Strecke über (laut meinem Computer) 96 km und 1.300 Höhenmeter. Um 09:40 Uhr gings los. Zuerst ca. 15 km neutralisiert bis Hallein. Das war wie immer das schlimmste an den Radmarathons, wenn es vom Start flach weg geht.. Hektisches Treiben, Positionskämpfe und permanente Sturzgefahr. Als dann das Rennen vor der Einfahrt auf den ersten und zugleich längsten Anstieg des Tages – nach Krispel – erföffnet wurde war ich ziemlich weit hinten. Ich merkte aber, ich habe heute sehr gute Beine und konnte einige Positionen gutmachen. Auf der folgenden Abfahrt kämpfte ich aber wieder mit meiner alten Schwäche, daß ich die Gruppe bei hohem Tempo abwärts nicht halten kann. Dies zog sich dann auch wie ein roter Faden durch Rennen: am Berg hui, auf den Abfahrten eher pfui. Auf den letzten 20 km vor dem Ziel wurden wir dann von einer größeren Gruppe eingeholt und waren wir dann auf einmal ca. 30 Fahrer. Kurz vor Schluß wurde immer wieder attakiert und bin ich jede Tempoverschärfung mitgegangen, wollte ja schließlich nicht am Ende dieses Feldes ins Ziel rollen. Die Gruppe wurde dann gesprengt und war ich noch bei den ersten dabei. Leider kam aber ganz zum Schluß eine lange Abfahrt mit steilen Kurven und viel Autoverkehr, sodaß ich die vordersten nur noch von weit hinten sah.
Bin mit dem Saisonauftakt aber jedenfalls sehr zufrieden. Mit der Zeit von 2 h 50 min wurde ich in der Gesamtwertung  69. und in meiner Altersklasse belegte ich Rang 25.
Viel wichtiger war aber, daß ich gesehen hab, daß das Training im Frühjahr gewirkt hat und die Form am Berg jedenfalls paßt!!!

Gewonnen hat Rupert Probst vom Continental Team „gourmetfein Wels“ in 2h 37 min vor Hagpiel, Flatscher. 4. Ortner, 7. Obwaller, 12. Paul Lindner

Ergebnisliste

Dürrenbergrennen

Mein Saisonabschluß verlief eher durchwachsen. Trotz momentan sehr guter Form konnte ich meinen Podestplatz vom letzten Jahr nicht verteidigen. Dafür gabs 2 Gründe: Erstens die sehr gute Konkurrenz (Spitenfahrer wie Peter Presslauer, Alexander Fasser usw. waren am Start). Zweitens hatte ich Muskelkater, da ich am Vortag des Rennens noch den halben Tag Betonplatten geschleppt und verlegt habe und somit keine renntauglichen Beine. Sofort nach dem Rennen habe ich dann die intensive Marathonvorbereitung für Florenz gestartet und bin noch 10 km ausgelaufen, ehe ich im Urlauberreiseverkehr am Fernpaß in den Stau kam und 2 Stunden nach Hause brauchte …

 

 hier noch die Ergebnisliste

Penserjoch-Rennen 23.8.09

Um nicht die weite Anreise über Bozen bis Sarnthein zum Start des Rennens machen zu müssen, bin ich mit dem Auto von Sterzing aufs Penserjoch gefahren und habe dort (also im Ziel) geparkt. Kurz vor 8:00 Uhr war da schon traumhaftes Bergwetter, super Fernsicht und ideale Bedingungen. Hab mir also meinen Rucksack gepackt und bin hinunter ins Sarnatal nach Sarnthein geradelt. Bereits bei der Startnummernausgabe war mir klar, da sind verdammt gute Leute am Start. Kaum ein Gramm Fett an den Rippen und muskulöse Unterschenkel standen da zu Hauf in einer Reihe vor mir.  Um 10:00 Uhr war dann neutralisierte Start in Sarnthein und ab Astfeld ging es dann zur Sache. 26 km und 1200 Höhenmeter warteten auf uns. Kurz nach dem Start, auf der ersten hochprozentigen Steigung, wurde dann schon attakiert und fuhren 4 Mann Spitze weg. Ich konnte im Hauptfeld das Tempo gerade noch halten. Dies war nicht ganz einfach, wurde doch zeitweise trotz Steigungen über 30 km/h gefahren. Mein erstes Ziel bis Pens beim Feld zu bleiben konnte ich dann realisieren, bevor die letzen 9 km und die steilen Rampen begannen. Habe dann in Pens auch promt abgestellt und bin mein Tempo gefahren, was sich im Nachhinein als Fehler herausstellte. Habe mich eigentlich ganz gut gefühlt und bin subjektiv recht flott weitergekommen. Irritiert hat mich nur, daß von dem Feld keiner zurückfiel und ich kaum Plätze gutmachen konnte. Als dann auch noch Gegenwind aufkam, wurden die Schmerzen doch deutlich größer. Mit meiner Zeit von 1h 10min 12sek. war ich dann anfänglich auch recht zufrieden. Als ich dann aber gestern die Ergebnisliste sah, kam die große Ernüchterung. Mit Platz 68 von 118 Startern kann ich nicht zufrieden sein. Muß aber auch zur Kenntnis nehmen, daß das Rennen extrem stark besetzt war, daß sogar der Streckenrekord fiel (1:00:23 durch Laner Andreas – Team Trento) und daß die wenigsten ohne Rennlizenz fuhren.
Motto: abhacken und weiterhackeln …

die Ruhe vor dem Sturm am Penserjoch – 2 Stunden vor dem Rennen

Nachher: hektisches Treiben nach dem Rennen im Ziel

in „Lauerstellung“ hinten links

 Ergebnisliste und Rennbericht des Veranstalters

Race the alps 2009

Da wir mit der Familie in der Nähe (Brixen) auf Wochenendurlaub waren, hab ich es mir nicht nehmen lassen, bei diesem Rennen an den Start zu gehen. Die ersten Schweißperlen holte ich mir bereits auf der Autofahrt nach St.Johann. Es war wirklich Traumwetter und glühend heiß. Am Start hatte ich dann 35 Grad auf der Anzeige. Die Startzeit von 13:00 Uhr hat wohl etwas masochistisches, zumal die ersten paar Kilometer auf Asphalt in der prallen Sonne sind. Bin diesem mal vom Start weg relativ „verhalten“ weggefahren und wollte mich diesmal unbedingt nicht schon am Start abstechen, da die
Strecke von 10,8 km und ca. 1000 HM nicht gerade kurz ist. Konnte einen guten Rhytmus finden und bin den bis zum Schluß durchgefahren. Probleme bereitete mir nur das Trinken. Konnte ich mir bei dieser Hitze nicht verkneifen, was mich aber komplett außer Tritt brachte  und bekam ich davon zwischenzeitlich Seitenstechen. Beinhart dann die letzten 1.000 Meter, wo es nochmals steiler wurde, mußte wirklich alles geben und konnte mir nix vorwerfen. War mit meiner Zeit von 47:09 min und Platz 12. sehr zufrieden.
Unglaubliche Siegerzeit von Lidicky Lorenz in 37:26 klar vor Bergmann Bern 38:52 und Brengartner Thomas 39:42. Diese 3 waren auch die einzigen unter der 40 min Marke.
Oben wurden wir dann für die Strapazen mit einem reichaltigen Kuchenbuffet und einem traumhaften
Panorama entschädigt.

Ergebnisliste Race the Alps 2009

Drei-Hütten-Rennen am 26.7.2009

Traumhaftes Wetter und ideale äußere Bedingungen für meinen ersten Start im Tannheimer Tal. Eine nicht gerade kurze Anreise von Innsbruck aus, zum Startort in Nesselwängle. Bereits 1,5 Stunden vor dem Bikerstart herrschte schon reges treiben im Startgelände. Fand doch auch für Nordic-Walking und Berglauf auf der gleichen Strecke ein Rennen statt. Über 300 Teilnehmer waren bei den diversen Wertungen am Start. Das muß dem Veranstalter erst einmal einer nachmachen.
Aber zu meinem Rennen: Kannte ja die Strecke nicht und bin die ersten 2 km der Strecke zweimal abgefahren. Da habe ich die Kriterien schon richtig erkannt: Gut vom Start wegkommen, da am Anfang flaches, schmales Gelände um die ersten beiden 180 Grad kurven zügig durchfahren zu können.
Leider ging mein Plan nicht ganz  auf. Bin zwar aus der 2 Reihe gestartet. Doch kam ich nicht gut weg und war ich gleich
mal im Feld ziemlich eingeklemmt. Dann die erwähnten ersten 2 Kurven aufgrund des Gedränges und des losen Schotters auch nicht durchziehen können und beide mal aus den Pedalen. Jetzt aber ging mein Rennen erst los und versuchte ich eine
Aufholjagd zu starten. Gleichmäßige Steigungen und somit ideales Gelände für mich. Immer wieder Flachpassagen zwischen den Almen bzw. sogar eine richtig lange Abfahrt, vor dem Schlußstich zur Ödenalpe. Konnte auf den ersten 300 HM wirklich noch einige überholen, fuhr dann aber ein einsames Rennen. Der Abstand zu den vorderen zu groß und von hinten kam auch nichs mehr nach. Hatte sehr gute Beine und konnte das eingeschlagene Tempo durchziehen. Als ich mich vor dem Schlußanstieg nochmals umblickte und keinen sah, habe ich eigentlich schon abgestellt und plötzlich zieschte doch noch einer an mir vorbei. War mir wieder eine Lehre, bei einem Bergrennen heißts einfach vom Start bis zur Überqueren der Zielline durchziehen! Mit Platz 9. in meiner Klasse bin ich zufrieden.

Ergenisliste: