Am 1. Adventwochenende noch wenig Spur von winterlichen Verhältnissen und lud das Wetter nochmals zum Biken ein:
Freitag 27.11.09 Seegrube
Samstag 28.11.09 Magdeburger Hütte:
Die Presse rund um den Ötztaler kommt momentan nicht zur Ruhe. Immer noch die leidige Gschicht um den Dopingfall Negrini und jetzt les ich in der neuen TOUR, daß der Ötztaler heuer anders herum führt (Sölden – Timmelsjoch – Jaufenpaß – Brenner – Kühtai – Ötztal). Das Echo der Szene für diese Runde ist nicht gerade euphorisch, wenn man sich das Gästebuch der Veranstaltung durchliest. Mal schauen ob die Veranstalter das zur heurigen 30. Jubiläumsfahrt wirklich durchziehen, fahren doch die meisten nur um sich an ihren Zeiten der Vorjahre bzw. der ihrere Kollegen zu messen und zu vergleichen.
Ich bin diese Runde schon einmal gefahren und zwar bei meinem 1. Antreten beim Ötztaler im Jahre 1994. Hätte somit eine Vergleichsmöglichkeit, wenngleich meine Zeit damals mit 11h15min eher bescheiden war.
Mal schauen, ob das die Veranstalter wirklich durchziehen …
Aufgrund des schönen und milden Wetters war nochmals die „Reintaler-Runde“ angesagt – besonders schön wegen der Farbenpracht rund um den See.
Innsbruck-Hall-Volders-Wattens-Schwaz-Stans-Münster-Wiesing-Kramsach-Reintaler See-Breitenbach-Kundl-Rattenberg-Kramsach-Münster-Wiesing-Schwaz-Hall-Innnsbruck
118 km / 450 Höhenmeter/ Fahrzeit 4 h
kaum zu glauben, wir schreiben den 19.11. und war für heute wieder wunderschönes Herbstwetter prognostiziert. Hr. Steilner ließ sich nicht lange bitte und nahm sich kurzerhand auch frei. Nachdem wir das Auto in Waidruck (kurz nach Klausen) geparkt haben, starteten wir erstmal etwas unterkühlt (war ziemlich warm im Auto) in Richtung Bozen. Bei leichtem Rückenwind und hoher Trittfrequenz wurde uns jedoch gleich warm. Kurz nach der Autobahnausfahrt Bozen-Nord war uns dann richtig warm, vorallem weil der Anstieg ins Eggental anstand. Da gleich 2 sehr lange Tunnels hintereinander kamen (jeweils 1 – 1,5 km lang) waren wir nicht sicher, ob wir hier richtig sind. Von Fahrverbot für Radfahrer stand allerdings nichts, also durch. Es war so wenig Verkehr, wir konnten sogar zeitweise nebeneinanderfahren. Der Vorschlag von Pantani: „Wir könnten doch hier im Winter auch 10 mal die Tunnels auf und niederfahren“ war nicht ganz ernst gemeint. Die Steigung ins Eggental kann man als typisch italienisch bezeichnen: stetig, aber nichtextrem steil und gleichmäßig. Nach kurzem Durchfahren des heutigem kältesten Teils – dem Industriegebiet von Welschnofen bei 0 Grad – war es dann in der Sonne mit Blick auf das Latemarmassiv gleich wieder recht warm bei 10 Grad plus. Wenige Kehren trennten uns dann noch vom Ort Karrersee bzw. dem Karrerpaß, wo wir uns schnell einen Riegel einverleibten und uns kleidungsmäßig auf die folgende Abfahrt bzw. Anfahrt ins 20km und 300 Hm tiefergelenge Canazei vorbereiteten. Auf dieser Fahrt lernten wir einen lustigen Italiener mit Carbonrenner kennen und plauderten mit ihm über Radmarathons und den jüngsten Dopingfall beim Ötztalmarathon. Der war ihm auch schon bekannt. Er lud uns zum Kaffee ein, wenn wir das nächste mal in der Gegend sind. Wir sollen einfach nach Hugo fragen, der immer mit dem Rennrad fährt, dann finden wir ihn schon …
Der Aufstieg zum Sellajoch war dann auch der Höhepunkt der heutigen Tour. Landschaftlich kaum zu toppen mit wunderbarem Rundumblick und erwärmenden Temperaturen.Auf der Paßhöhe hatte dann gott sei dank noch das Gasthaus offen und wurde uns ein Cappuccino und ein Apfelstrudel mit einer nicht definierbareren Soße serviert. Geschmeckt hats sehr gut, hoffe wir haben uns aber nicht mit der Schweinegrippe angesteckt. Jetzt stand noch eine ewige Abfahrt durchs winterliche Grödental bevor. Unglaubliche 40 km gings nur bergab. In Klausen angekommen, sind wir noch durch die Altstadt übers Kopfsteinpflaster gefahren und hatten auch noch eine kurze Paris-Roubaix-Einheit. Dann noch 5 km zum Ausradeln nach Waidbruck. „Jetzt brauch i a Bier“ sprach Hr. Steilner und eine wunderschöne Tour war zu Ende!
Daten: 120 km / 2.500 Höhenmeter / Fahrzeit 5 h



Traumhaftes Herbstwetter und feine Temperaturen, da konnte ich nicht wiederstehen und mußte
in der Mittagspause schnell auf die Höttinger Alm biken. Oben in der Sonne windgeschützt sagenhafte 18 Grad!
Der Weg wieder absolut schneefrei und fast schon wieder staubtrocken. Nach solchen Mittagspausen macht sogar das Arbeiten wieder richtig Spaß!
Mein Saisonabschluß verlief eher durchwachsen. Trotz momentan sehr guter Form konnte ich meinen Podestplatz vom letzten Jahr nicht verteidigen. Dafür gabs 2 Gründe: Erstens die sehr gute Konkurrenz (Spitenfahrer wie Peter Presslauer, Alexander Fasser usw. waren am Start). Zweitens hatte ich Muskelkater, da ich am Vortag des Rennens noch den halben Tag Betonplatten geschleppt und verlegt habe und somit keine renntauglichen Beine. Sofort nach dem Rennen habe ich dann die intensive Marathonvorbereitung für Florenz gestartet und bin noch 10 km ausgelaufen, ehe ich im Urlauberreiseverkehr am Fernpaß in den Stau kam und 2 Stunden nach Hause brauchte …

hier noch die Ergebnisliste
Als Innsbrucker neigt man dazu, immer nur die Nordkette für schnelle MTB-Touren zu wählen, dabei gibt es auf der Südseite eine Vielzahl von wunderschönen Almtouren, z.b. die Kemater Alm:
Von Innsbruck auf dem Radweg bis Völs, vorbei an der Gemeinde durchs „Nasse Tal“ fahren. Man streift dort rechter Hand den Ort Omes und fährt geradeaus weiter nach Axams. Dort in Richtung Grinzens halten. Nach ca. 3 km Fahrt auf der Straße, kurz nach der Ortstafel „Grinzens“ nach links abbiegen und immer dem Bach entlag fahren. Von Grinzens bis auf die Kemater Alm sind es noch 5,5 km, die durchwegs auch steil sind. Da aber auch Autos hochfahren dürfen, ist der Weg platt gwalzt und hartgepresst. Für mich als Starrgabel-Fahrer somit auch ideal zum Abfahren. Landschaftlich wunderschön die Fahrt neben dem Bach und dann der erste Blick auf die Kemater Alm mit den Kalkkögel im Hintergrund. Von der Kemater Alm könnte man auch noch weiter fahren auf die Adolf-Pichler-Hütte bzw. für Bike and Hike-Fans die Überschreitung über das Seejöchl ins Stubaital (Starkenburger Alm) machen.
Retour bin ich dann über Grinzens – Axams – Afling – Völs. Eine schönere Variante wäre aber über Axams – Götzens – Neutgötzens – Natterer See – Eichhof – Mentlberg – Innsbruck.
Daten: 39 km / 1046 Höhenmeter
Um nicht die weite Anreise über Bozen bis Sarnthein zum Start des Rennens machen zu müssen, bin ich mit dem Auto von Sterzing aufs Penserjoch gefahren und habe dort (also im Ziel) geparkt. Kurz vor 8:00 Uhr war da schon traumhaftes Bergwetter, super Fernsicht und ideale Bedingungen. Hab mir also meinen Rucksack gepackt und bin hinunter ins Sarnatal nach Sarnthein geradelt. Bereits bei der Startnummernausgabe war mir klar, da sind verdammt gute Leute am Start. Kaum ein Gramm Fett an den Rippen und muskulöse Unterschenkel standen da zu Hauf in einer Reihe vor mir. Um 10:00 Uhr war dann neutralisierte Start in Sarnthein und ab Astfeld ging es dann zur Sache. 26 km und 1200 Höhenmeter warteten auf uns. Kurz nach dem Start, auf der ersten hochprozentigen Steigung, wurde dann schon attakiert und fuhren 4 Mann Spitze weg. Ich konnte im Hauptfeld das Tempo gerade noch halten. Dies war nicht ganz einfach, wurde doch zeitweise trotz Steigungen über 30 km/h gefahren. Mein erstes Ziel bis Pens beim Feld zu bleiben konnte ich dann realisieren, bevor die letzen 9 km und die steilen Rampen begannen. Habe dann in Pens auch promt abgestellt und bin mein Tempo gefahren, was sich im Nachhinein als Fehler herausstellte. Habe mich eigentlich ganz gut gefühlt und bin subjektiv recht flott weitergekommen. Irritiert hat mich nur, daß von dem Feld keiner zurückfiel und ich kaum Plätze gutmachen konnte. Als dann auch noch Gegenwind aufkam, wurden die Schmerzen doch deutlich größer. Mit meiner Zeit von 1h 10min 12sek. war ich dann anfänglich auch recht zufrieden. Als ich dann aber gestern die Ergebnisliste sah, kam die große Ernüchterung. Mit Platz 68 von 118 Startern kann ich nicht zufrieden sein. Muß aber auch zur Kenntnis nehmen, daß das Rennen extrem stark besetzt war, daß sogar der Streckenrekord fiel (1:00:23 durch Laner Andreas – Team Trento) und daß die wenigsten ohne Rennlizenz fuhren.
Motto: abhacken und weiterhackeln …
die Ruhe vor dem Sturm am Penserjoch – 2 Stunden vor dem Rennen
Nachher: hektisches Treiben nach dem Rennen im Ziel
in „Lauerstellung“ hinten links
Der 15.8. – Maria Himmelfahrt – traditionell der Termin der „Ausdauerjunkies der Ciclofilistis“, um eine große Runde in Angriff zu nehmen. Wir haben uns heuer nicht für die ultralangen Distanzvorschläge (Gerlos-Mittersill-Pass Thurn Runde 240 km) entschieden, sondern für das landschaftlich einmalige Karwendel.
Wir (Dieter, Manni und ich) haben uns daher um 07:00 Uhr getroffen und sind nach schnellem Einradeln gleich zum
Zirler Berg gekommen der, mit Ausnahme der Abgase, kein allzu großes Hindernis war. Bei traumhaftem Wetter und noch angenehmen Temperaturen sind wir dann über Seefeld nach Scharnitz gerollt. Nach dem großen „Bikerparkplatz“ dann links weg ins Karwendeltal und dem endlos lang scheinenden Tal folgend. Auf dem abschließenden Steilstück vor dem
Karwendelhaus dann noch sehr viele Biker im „Zick-Zack-Kurs“ überholt und nach unglaublichen 2h 30 min bereits am
Karwendelhaus eingetroffen. So jetzt war für uns Starrgabel-Fahrer mal kurz vorbei mit lustig, denn auf dem schwer zu befahrenden Untergrund, aber traumhaftem Rundumblick, ging es bis zum kleinen Ahornboden und dann durchs Johannestal Richtung Hinterriß. Nach einem kurzen Asphaltstück (ca. 3 km) dann links weg zum Schlußanstieg aufs Plumsjoch. Nach kurzer Pinkelpause und anfangs noch lockerem Tempo ging es dann auf den landschadftlich wunderschönen Kehren weiter. Mit dem Blick auf die Plumser-Jochhütte wurde auch das Tempo wieder erhöht und wir waren nach 4 h 20 min (ab Innsbruck) auch am Plumserjoch, wo wir uns eine Stärkung mit Knödelsuppe verdient hatten. Jetzt hatten wir keine allzu großen Ambitionen gleich weiterzufahren, denn auf uns wartete der Downhill Richtung Gernalm. Da wir allesamt keine Trialspezialisten sind, waren auch einige Stellen dabei, wo wir absteigen mußten, um uns keine blutige Knie zu holen. Nach dieser kräftigen Rüttelei kam Freude auf, als wir wieder auf Asphalt ab der Gernalm fuhren. Vorbei am Achensee und über den Kasbach runter nach Jenbach. In zügigem Tempo dann über Schwaz, Wattens, Hall nach Innsbruck.
Fakten: 138 km / 2.350 Höhenmeter
Impressionen:
Da wir mit der Familie in der Nähe (Brixen) auf Wochenendurlaub waren, hab ich es mir nicht nehmen lassen, bei diesem Rennen an den Start zu gehen. Die ersten Schweißperlen holte ich mir bereits auf der Autofahrt nach St.Johann. Es war wirklich Traumwetter und glühend heiß. Am Start hatte ich dann 35 Grad auf der Anzeige. Die Startzeit von 13:00 Uhr hat wohl etwas masochistisches, zumal die ersten paar Kilometer auf Asphalt in der prallen Sonne sind. Bin diesem mal vom Start weg relativ „verhalten“ weggefahren und wollte mich diesmal unbedingt nicht schon am Start abstechen, da die
Strecke von 10,8 km und ca. 1000 HM nicht gerade kurz ist. Konnte einen guten Rhytmus finden und bin den bis zum Schluß durchgefahren. Probleme bereitete mir nur das Trinken. Konnte ich mir bei dieser Hitze nicht verkneifen, was mich aber komplett außer Tritt brachte und bekam ich davon zwischenzeitlich Seitenstechen. Beinhart dann die letzten 1.000 Meter, wo es nochmals steiler wurde, mußte wirklich alles geben und konnte mir nix vorwerfen. War mit meiner Zeit von 47:09 min und Platz 12. sehr zufrieden.
Unglaubliche Siegerzeit von Lidicky Lorenz in 37:26 klar vor Bergmann Bern 38:52 und Brengartner Thomas 39:42. Diese 3 waren auch die einzigen unter der 40 min Marke.
Oben wurden wir dann für die Strapazen mit einem reichaltigen Kuchenbuffet und einem traumhaften
Panorama entschädigt.