SIDI Ergo 2 Carbon Lite Road Schuh weiss/vernice

Da soll einer sagen, nur Frauen haben einen Schuhtick:
Gestern ist mein wunderschöner neuer Radschuh eingelangt.
Jedenfalls wieder ein neuer Motivationsschub schnell wieder
aufs Rad zu kommen.

Vielen Dank an Frau Smit für die schnelle Lieferung und
die freundliche Kommunikation.
Kann diesen Anbieter getrost empfehlen:

Trainings(Zwangs)pause

Halsweh hat mich ja schon einige Tage begleitet, aber jetzt wurde es wirklich schlimmer und muß ich jetzt auch noch Antibiotika nehmen. Na super. Die Form am absteigenden Ast. Die Hinterhornchallenge mußte ich ja bereits sausen lassen und wird es auch keinen Sinn machen den Kühtaier Bergkaiser zu fahren. Jetzt heißt es gesund werden und dann langsam wieder ins Rollen kommen, um den Ötztaler doch in halbwegs einer Form zu bestreiten.

Gerlos – Mittersill – Paß Thurn

Samstag 31.7.10 Traumwetter und endlich konnten wir (Manni und ich) eine Fahrt in Angriff nehmen, von der wir schon oft gesprochen haben. Von Innsbruck durchs Zillertal, über den Gerlospaß nach Mittersill und dann über den Paß Thurn nach Kitzbühel und wieder nach Innsbruck. Aber jetzt im Detail: 

Treffpunkt war 06:15 beim Rumer Hof bei noch recht frischen Temperaturen. Es ging im gemütlichen Tempo bis Strass und dann ins bereits wolkenlose Zillertal, wo uns die Sonne ins Gesicht schien. Wir fuhren zuerst den Radweg nach Schlitters, dann über Fügen, Uderns, Aschau nach Zell am Ziller, wo der erste Anstieg des Tages auf den Gerlospaß wartete. Eine angenehme Steigung (so ca. 8%) und Sonnenschein begleiteten uns auf der Kletterei nach Hainzenberg. Dann gibt es auch immer wieder mal Flachstücke bis wir nach Gerlos und den Speichersee Durlaßboden kamen.

 
Speichersee Durlaßboden
Speichersee Durlaßboden

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Von da an nicht mehr weit zur Paßhöhe. Kurz noch ein Blick auf die Krimmler Wasserfälle

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 und dann im Eiltempo Richtung Pinzgau. Dann noch ca. 20 km flach bei Gegenwind durch Bramberg und nach Mittersill, wo uns der 2. Anstieg des Tages auf den Paß Thurn erwartete. Dieser Anstieg von der Steilheit her fast noch angenehmer zu fahren als die Gerlos und in rhytmischem Tempo die Paßhöhe bald erreicht.
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 Die „Labestation“ Kitzbühel im Visier, verschwendeten wir keine Zeit und kurbelten Richtung Gamsstadt, wo wir beim M-Preis einen Einkehrschwung machten. Mit gut 150 km in den Beinen und vollem Magen fuhren wir dann über das Brixental nach Wörgl, von wo aus wir dann endlich Rückenwind hatten und die restlichen Kilometer auch keine allzu großen Schwierigkeiten bereiteten. Manni hatte in Rum noch nicht genug und wollte auch unbedingt die „250km-Marke“ voll machen, sodaß er mich noch bis in den Westen Innsbrucks eskortierte.
Alles in allem eine wunderschöne Tagestour mit reichlich Kilometer:

Daten: 253 km / 2.000 Höhenmeter/ Fahrzeit (gemütlich) ca. 8 h 30 min

Trainingslager auf Malle 2011

Das heurige Jahr ist zwar noch lange nicht um und stehen einige Saisonhöhepunkte erst am Programm, doch ist die Planung für 2011 ist auch schon angelaufen.
Wir werden unsere „Zelte“ wieder im Jänner im Barcelo Pueblo Park in Palma aufschlagen und hoffentlich wieder super Traningsbedingungen vorfinden.

Vielen Dank an meinen Kumpel Wolfgang für die Organisation!

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Tiefenbachferner 2.829 m – höchstbefahrbare Straße in den Alpen mit dem Rennrad

Als im Oktober letzten Jahres mit gebrochenem Fersenbein in der Klinik lag, hatte ich genug Zeit Radlektüre zu lesen. Unter anderem fiel mir ein Buch über die schönsten Alpenpässe in die Hände. Als ich dann auch noch las, daß der höchstbefahrbare Punkt mit dem Rennrad in den Alpen in unmittelbare Nähe von uns lag, war klar: Da muß ich unbedingt rauf. Ich war zwar schon mal da oben, aber „nur“ beim Restaurant Rettenbachferner ca. 2.670 hoch, im Zuge der Bergankunft der Deutschland-Rundfahrt im Jahr 2005.
Wußte nicht, daß in der Höhe noch ein Tunnel nach links wegzweigt auf den Tiefenbachferner. Am Ausgang des Tunnels steht ein Höhenschild mit 2.829 m, somit höher als der vermeindlich höchste Punkt in den Alpen: in  Frankreich dem Col de la Bonette (2.802 m)

Meine gefahrene Strecke:
Innsbruck – Zirl – Telfs – Silz – Ötztal-Bahnhof – Ötz – Umhausen – Längenfeld – Sölden – Gletscherstraße auf den Rettenbachferner (ca. 13 km u. 1300 HM, Durchschnittliche Steigung 11%) – dann links weg durch den Tunnel auf den Tiefenbachfernerparkplatz – Sölden – Längenfeld – Umhausen – Ötz (mit dem Auto retour nach Ibk.)

Daten: 147 km / 2.400 HM / Fahrzeit 6 h 30 min

Es gibt hier auch jedes Jahr einen autofreien Radtag, siehe link

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Tunnelausfahrt süd - höchster Punkt 2.829 

 
Tunnelausfahrt süd – höchster Punkt 2.829
kurze Rast beim Restaurant am Tiefenbachferner
kurze Rast beim Restaurant am Tiefenbachferner

Tannheim Radmarathon

4 Uhr Tagwache gestern in Tannheim, da der Startschuß bei Traumwetter bereits um 06:00 Uhr erfolgte.  Am Start noch angenehme 15 Grad. Im Laufe des Tages sollten es noch mindestens doppelt soviel werden.
Vom Start weg war es wieder etwas hektisch. Es ging in schnellem Tempo über Pfronten und dann in die Abfahrt nach Reutte. Da keinerlei nennenswerte Steigungen auch im Lechtal blieb das Feld geschlossen bis Steeg. Jetzt ging es los. Kaum die Steigung in Sichtweite ging es zur Sache. Vorne weg ca. 30 Mann. Ich war zuerst unschlüssig was ich tun sollte. Dieter meinte er habe heute nicht so gute Beine und ich solle fahren. Gesagt getan fuhr ich auch recht forsch unten hinein. Mit 4 anderen hingen wir etwas in der Luft. Nach vorne das Loch schon zu groß und von hinten kam auch noch nichts. Wir machten Tempo.  Plötzlich kam kurz vor der Paßhöhe Flexenpaß Dieter mit ein paar anderen im Schlepptau herangeschossen und erhöhte gleich das Tempo. Mir war es eigentlich zu schnell wollte ich aber bis Imst unbedingt in einer Gruppe fahren und so blieb ich dran. Es folgte eine nicht ganz ungefährliche Abfahrt durch ein paar Tunnels und dann noch gut 200 Höhenmeter Anstieg auf den Arlbergpaß.  Diese Steigung machte keine Probleme. Dann kurze Abstimmung mit Dieter nicht stehenzubleiben, sondern gleich in die Abfahrt nach St. Anton. Auf der Abfahrt fand sich dann eine gute Gruppe von ca. 8 Mann zusammen. Wir arbeiteten gut zusammen und fuhren mit hohem Tempo und „abgeschirmt“ von einem Begleitfahrzeug des Veranstalters, durch das Stanzertal Richtung Landeck. Kurz vor Mils haben wir dann noch 3 Mann aufgesaugt, darunter Helmut Wechselberger. Jetzt die steile Rampe von Mils nach Imst. Die Sonne brennte schon unbarmerzig herein und ich merkte in der Steigung, daß meine Muskulatur ziemlich verkrampft ist und kein richtiger „Punch“ mehr da ist. Wir fuhren noch gemeinsam bis Imst zur Labestation, dann noch ein kurzer smalltalk mit Wechselberger Helli und hinein in das gefürchtete Hahntennjoch. Ich wußte schon vorher, daß das jedenfalls nicht nur für mich das Kriterium der Strecke sein wird. Die ersten 500 Höhenmeter hab ich noch halbwegs überlebt, dann kam der „Mann mit dem Hammer“. Übelkeit, Kreislaufprobleme und der Puls nicht mehr in die Höhe zu bringen.  Meine Motivation mich zu quälen ist dann auch noch stark gesunken, als viele Fahrer an mir vorbeifuhren, welche wir auf den Flexen- und Arlbergpaß distanziert haben.  Die letzten 400 Höhenmeter waren echt beinhart und fingen nach der heißersehnten Abfahrt nun auch noch Krämpfe auf beiden Beinen an. Mein Ziel jetzt noch möglichst schnell nach Weißenbach und dann über den Gaichtpaß Tempo zu machen. Fuhr dann in recht gemütlichen Tempo mit ein paar Mitstreitern wieder hinaus ins Lechtal. Bei der Auffahrt auf den Gaichtpaß war aber schnell klar. Heute geht nix mehr. Fuhr dann die restlichen 15 Kilometer alleine ins Ziel und habe verdammt viel Zeit verloren. Wenn ich mir die Ergebnisliste so anschaue dann waren es auf den letzten 45 Kilometern so ca. 25 min., was ich meine direkten Mitstreiter aufgerissen haben.

Fazit: Dreiviertel vom Rennen hui – letztes Viertel pfui

Ganz besonders hervorheben möchte ich aber noch die Leistung vom Teamkollegen Dieter, der wieder einen Sieg mit einer wirklich tollen Endzeit eingefahren hat!
Herzliche Gratulation Dieter!

Hier noch die Ergebnisliste

Gesamt

nach Klassen

Daten: Tannheim Marathon: 230 km / 2.940 Höhenmeter
meine Endzeit: 7 h 12 min 19 sek. , Gesamt Rang 84., Klassenrang: 43.

hier auch noch ein kurzer Bericht in der TT von heute

Übers Villnösstal aufs Würzjoch

Mein Startort war Sterzing. Von dort geht es relativ locker (da leicht abschüssig)  25  km bis Brixen.  Durch Brixen geradeaus durchfahren und weiter Richtung Klausen.  Kurz vor Klausen geht es dann links weg ins Villnösstal. Von da an sind es immer noch ca. 30 km bis zum Würzjoch und das immer aufwärts. Über Pitzak und St. Peter vorbei an der Geisler Gruppe bis auf eine Höhe von ca. 1.800 m. Da kommt dann linker Hand die Straße von Brixen herauf und geht es leicht ansteigend weiter zu dem Gasthof Edelweiß. Dann kommt eine kurze Abfahrt über ca.  80 HM in eine Senke und dann noch  ca. 200 HM hinauf aufs Joch. Beim Retourweg heißt das leider wieder das Gleiche: Hinunter in die Senke und wieder rauf zum Edelweiß. Bin dann
aber direkt – schier endlos – Richtung Brixen (über Afers, St. Andrä) abgefahren und mich dann noch gegen den Nordföhn wieder bis Brixen gekämpft.

Daten: 125 km / 2.150 Höhenmeter / Fahrzeit 5 – 5,5 h

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Blick von St. Peter auf die Geisler Gruppe

 

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Würzjoch

Rennradtouren in der Provinz Forli-Cesena (Emilia Romagna) mit Ausgangspunkt Gatteo Mare/Villamarina

Bin heuer in unserem Familienurlaub tolle Runde Runde gefahren, die ich vorstellen möchte:
Darunter sind auch immer wieder Hügel des „nove colli“, welche unter diesem link noch genauer beschrieben sind

TOUR 1:  SAN MARINO

Villamarina – Gatteo Mare – Savignano – Ri. Borghi –  links weg nach Canonica – Ponte Verucchio – San Marino – Ponte Verucchio – Torriana (sehr steil) – nach Ortsmitte zweite links Ri. Sogliano – Ponte Uso – Sogliano – Roncofreddo – Longiano – Savignano – Gatteo – SAngelo – Gatteo Mare – Villamarina

Daten: 102 km / 1.450 Höhenmeter / Fahrzeit 4 h 20 min

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unverkennbar "San Marino"

TOUR 2: S’Agata und Pantanis Lieblingshügel

Villamarina – Gatteo Mare – Savignano – Borghi – Sogliano – Montegelli – Barbotto – Perticara – S’Agata – lange Abfahrt nach Sarsina – Mercato Saraceno – Taibo – Borello –
Montevecchio (Pantani-Hügel) – Oriola – Auqarola – Cesena – Casone – Macerone – Bagnarola – rechts weg auf Radweg Ri. Cesenatico – Villamarina

Daten: 120 km / 1.550 Höhenmeter / Fahrzeit  4 h 40 min

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Gedenkstein zu Ehren des besten Bergfahrers aller Zeiten

 TOUR 3:  Pieve Rivoschino u. Ciola

Villamarina – Gatteo Mare – Villalta – Pisignano – Canuzzo – Mensa – S’Andrea di Rossano – Meldola – Pieve Rivoschino – Linaro – Ciola – Mercato Saraceno – Taibo –
Borello – S’Carlo – S’Vittore – Cesena – Casone – Macerone – Bagnarola – Gatteo Mare – Villamarina

Daten: 135 km / 1.100  Höhenmeter / Fahrzeit  5 h

TOUR 4: Monte Leone u. Polenta

Villamarina – Gatteo Mare – S’Angelo – Gatteo – Gambettola – Badia – Montiano – Monte Leone – (extrem steile Auffahrt nach) Ardiano – Oriola – Montevecchio – Borello –
Luzzena – Teodorano – Meldola – Fratta Terme – Polenta – Colinello – Paderno – S’Vittore – Cesena – Ponte Pietra – Casone – Macerone – Bagnarola – Villamarina

Daten: 103 km / 1.500  Höhenmeter / Fahrzeit  4 h 20 min

TOUR 5: Monte Benedetto u. Barbotto

Villamarina – Capanni – Fiumicino – Savignano – Santarcangelo – S’Andrea – Ponte Verucchio – Secchiano – Novafeltria – Petrella Guidi (stellenweise kein Asphalt) – Monte Benedetto –
S’Agata – Sarsina – Mercato Saraceno – Barbotto – Sogliano – Borghi – Savignano – Gattio – Fiumicino – Villamarina

Daten: 126 km / 1.500  Höhenmeter / Fahrzeit  4 h 40 min

DSC05625Monte Benedetto

TOUR 6: 4 Hügel-Tour: Montettiffi -Perticara – Passo Siepi – GorgoloVillamarina – Gatteo Mare – Fiumicino – Savignano – Santarcangelo – Ponte Uso – Montetiffi – Perticara – Secchiano – Passo Siepi – Ponte Uso – Gorgolo – Borghi – Savignano – Gatteo – Fiumincino – Gatteo Mare – Villamarina

 

Daten: 115 km / 1337  Höhenmeter / Fahrzeit  4 h 30 min

Montetiffi
Montetiffi

TOUR 7: Barbotto – Ciola – Monte Lottone

Villamarina – Gatteo Mare – Fiumicino – Savignano – Felloniche – dem Rubicone entlang – Sogliano – Montegelli – Barbotto – Mercato Saraceno – Ciola (kurz vor Ciola rechts weg auf die
„strada falconara“) – Monte Lottone – gerade aus – Taibo – Bivio Montegelli – S’Maria Riopetra – Strigara – Sogliano – Borghi – Savignano – Fiumicino – Villamarina

Daten: 105 km / 1.660  Höhenmeter / Fahrzeit  4 h 20 min

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Dreiländergiro 27.6.10

Die Vorzeichen des heutigen Rennens waren für mich nicht gerade gut. Habe ich doch am Dienstag noch Halsweh bekommen und ab Donnerstag war dann die Nase komplett zu. Mit Erkältungsbad, Eukalyptos Inhalation, Nasenssalbe usw. habe ich mich für doch noch halbwegs hergerichtet, um an den Start gehen zu können.  Da wir 14 km von Nauders weg unser Quartier hatten, mußte wir (Roberto und ich) früh raus. 04:15 Uhr ging der Wecker ab. Schnell frühstücken und dann ab Richtung Nauders. Am Start wars noch bitterkalt bei gerade 7 Grad. Um 06:30 gings dann endlich los. Fühlte mich anfänglich nicht besonders, bin aber das Tempo auf den Reschenpaß gleich mitgegangen. Plötzlich ein Schlagloch und eine meiner Flaschen vertschüsste sich aus der Flaschenhalterung. Super, dachte ich mir das geht ja gut los.  Bei der Streckenteilung in Glurns gings für mich weg auf die B-Strecke und sah ich nicht weit vorne die Führungsruppe. Konnte bald aufschließen und fuhren wir (ca. 25 Mann Gruppe) Richtung Ofenpaß. Bei einer Tempoverschärfung am Ofenpaß mußte ich dann doch reißen lassen. Meine Nase war einfach noch ziemlich zu, die Beine wären aber o.k. gewesen. In der „Verfolgergruppe“ fuhr ich dann mit 3 anderen bis auf den Ofenpaß. Da mußte ich aber leider stehenbleiben, da meine einzige noch verbliebene Radflasche ja schon leer war. Somit die Gruppe weg und ich anfänglich alleine, dann mit 2 weiteren Richtung Zernez. Gott sei Dank war eine Baustelle mit Ampelregelung. Da diese „Rot“ war bildete sich eine Gruppe mit ca. 10 Fahrern und fuhr ich mit dieser in recht gutem Tempo durchs Engadin. Schaute öfter auf die Uhr und dachte eines meiner Ziele (unter 4 h) kann ich jedenfalls schon vergessen. Das zweite Ziel unter die Top 20 zu fahren wäre noch möglich, wenn ich als einer der ersten von unserer Gruppe in Ziel fahre. Da wir noch 2,3 Mann aus der Führungsgruppe aufgesammelt haben,  fuhren wir dann in Martina zum Entscheidungsritt in die Norbertshöhe ein. Ich dachte mir, die Steigung (ein ziemlicher „Schmierer“) liegt mir und ich riskiere. Bin hinter 2 Mann (Gerhard Prantl vom Ötzi-Team und einem Fahrer vom Mooserwirt namens  Christian Auer) in die Steigung voll reingefahren. Nachdem ich den Fahrer von Andi Traxl überholt habe,  fuhr ich in einem Abstand von ca. 100-150 m stets hinter Prantl Gerhard nach. Puls 190 und Vollgas. Ein paar mal nach hintengeblickt. Von hinten kam nichts mehr. Jetzt das Tempo hochhalten. Puls immer noch 190. Die Kehren zählten herunter. Jetzt noch einmal alles geben und in die letzte Abfahrt hinein nach Nauders. Der Zieleinlauf war echt lustig. Unser Teamnamen war wohl nicht aussprechbar und wurde ich von Peer Othmar  so zu einem Fahrer des SV Oberperfuß gemacht. Macht auch nix. Über Zeit und Platzierung war ich dann überglücklich. Meine Zeit: 3 h 58 min und 20 sek. In meiner Klasse war das Platz 8. In der Gesamtwertung Platz 16. !!!  (Rückstand auf den Tagessieger
Hechenblaikner Markus   nur  4 min 55 sek)

Jedenfalls aber meine beste Platzierung in einem Radmarathon und somit überglücklich.Mit meiner 90% Leistung in Summe 110 % herausgeholt.

Ergebnisliste nach Klassen (meine Klasse Strecke B – „Senioren“ – vorbei mit der Jugend …)

Gesamtergebnisliste

Berchtesgadnerland-Marathon 13.6.2010

Zum ersten mal kam heuer bei einem Renneinsatz bei mir Nervosität auf. Da ich dieses Rennen bereits 3 oder 4 mal gefahren bin, war die Erwartungshaltung doch eine größere als bei den bisherigen Rennen. War mein Ziel doch meine bisherige Bestzeit zu toppen und einen Platz unter den Top 50 zu erobern.

Gestartet wurde heuer in 4 Starblöcken (1.Topfahrer, 2. Alpencupteilnehmer, 3. und 4. nach Endzeiten). Zwischen den Startblöcken wurde ein Intervall von 5 Minuten eingehalten.
Ich war im 2. Startblock und ging somit 5 Minuten später ins Rennen. Ein Anhängen an den Siegfahrern war somit nicht möglich. Das Anfangstempo, war anders als sonst, recht gemächlich und keiner wollte Führungsarbeit bei einsetzendem Regen machen. Ich war dann froh als es in den ersten Anstieg des Tages aufs „Wachterl“ ging. Fühlte michimmer noch etwas müde von meinen vielen Höhenmetern des Italienurlaubes und war nicht so spritzig. Fuhr aber trotzdem voll in den Berg hinein und war dann bald in der Führungsgruppe unseres Startblockes. Als ich merkte, daß ich das Tempo mitgehen kann, war meine Motivation allerdings voll da. Auf der Anhöhe war ich auch noch dabei und wollte ich auf der Abfahrt jedenfalls die Gruppe halten, was mir bei den leichschmierigen Kurven gott sei Dank gelang. Die folgenden Kilometer waren wieder langsamer bis es in den 2. Anstieg des Tages auf das Hochschwarzeck ging. Diesmal der Anstieg wesentlich steiler als der erster. Vorne weg fuhren 2 aus unserer Gruppe. Ich mit ein paar anderen dahinter. Konnte mich an denen festkrallen und wieder hochmotiviert, als keine weiteren im Stande waren, weg zu fahren. Jetzt kam eine schnelle Abfahrt, wo ich mich überwinden mußte und für meine Verhältnisse (über 80 km/h) sehr schnell fuhr. Trotzdem riss ich am Ende ein kleines Loch. Gab alles und konnte es dann bei Puls 190 wieder schließen. Dies war aber unbedingt notwendig, denn die Gruppe hatte jetzt wirklich Zug und war eine gute Endzeit davon abhängig, diese jetzt zu halten. Dann immer wieder auf und ab und keine größeren Probleme. Jetzt folgte der dritte Anstieg des Tages nach Anger. Jetzt wurde das Tempo etwas erhöht war das Ziel doch nicht mehr weit. Ich fand mich immer noch in der Führungsgruppe des Startblocks 2 und gab alles. War dann auf den letzten 15 km nach Bad Reichenhall noch dabei, wo es natürlich viele Positionskämpfe gab. Zwei Kilometer vor dem Ziel dann eine letzte Abfahrt, wo es schön zur Sache ging und dann im Zick-Zack-Kurs hinein auf die Zielgerade. War auch hier noch im vorderen Teil unserer Gruppe und total happy als ich die Endzeit sah. Vielmehr aber noch, daß ich am Berg das Tempo mit wirklich guten Fahrern mitgehen konnte.

Belegte in der Gesamtwertung den 52. Platz (von 533 Teilnehmern). Der Abstand zur Spitze mit
dem Sieger Fischbacher, Obwaller etc. war knappe 11 Minuten. Damit kann ich sehr gut leben.

 In meiner Klasse Platz 47., somit Ziel der Top 50 erreicht!

Distanz war 101 km, bei ca. 1.450 Höhenmetern. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 34,6 km/h

Ergebnisliste:

Happy über die Zeit und die wartende Familie im Ziel zu sehen
Happy über die Zeit und die wartende Familie im Ziel zu sehen