Hatte diese Woche keine Lust auf Grundlageneinheiten und hats mich ständig in die Berge gezogen.
Heute noch ein ausgiebiges Krafttraining: Bin heute 3 mal in Kühtai gefahren. Einmal von Kematen aus und zweimal von Ötz aus auf die „Paßhöhe“. Somit waren die Höhenmeter diese Woche fünfstellig:
Autor: Charly
Patscherkofel nach Feierabend 5.7.11
Habe gestern kurz nach Süden geblickt und sah den Patscherkofel bei Sonnenschein herunterlachen. Kurzerhand bin ich noch kurz vor 18:00 Uhr hinaufgeradelt und es war einfach super!
Da weis man unser Land und seine tollen Sportmöglichkeiten einfach wieder zu schätzen. Wo kann man sonst aus dem Stadtzentrum innerhalb kürzester Zeit 1600 Höhenmeter auf einem Ritt fast ausschließlich im Geländer zurücklegen??
Bergrennen in die Axamer Lizum 2.7.11
Zum letzten Mal bin ich dieses Rennen 2007 gefahren und fuhr eine Zeit von 34 min 19 sek. Da diese Strecke meinen liebsten Trainingsrevieren zählt, wollte ich schon meine Zeit von „damals“ deutlich toppen. Eine hohe 32 er Zeit oder zumindest eine 33 er Zeit. Merkte aber bereits in der Früh, daß ich irgendwie müde und träge bin. Da aber der ganze Samstag auf dieses Rennen abgestimmt war und die Familie im Ziel wartete, wollte ich doch eine gute Vorstellung zeigen. Kurz vor dem Start zog dann auch noch ein Gewitter über Axams, sodaß ein ordentliches Aufwärmen nur bedingt möglich war. Kam vom Start aber gut weg und war das Tempo noch zu halten. Auch noch bei der Einmündung in die Lizumer Straße. Versuchte dann mehrmals in den Wiegetritt zu wechseln und da fielen mir dann wieder die Worte von Moderator Bernhard Hochreiter ein, der im Vorprogramm von einschiessendem Laktat in die kalte Muskulatur sprach. Meine Oberschenkel waren wie versteinert und war in der Folge, Kampf und Krampf hauptsächlich Trumpf.
Die Platzierung war nicht so schlecht . Wurde Gesamt 19. – jedoch leider nur die gleiche Zeit wie vor 4 Jahren.
Meine Kids hofften dann noch vergeblich, daß ich einen Pokal aus Laugengebäck der Fa. Ruetz bekomme.
So mußten wir halt in Birgitz noch ein Laugenstangerl kaufen, damit die Welt wieder in Ordnung war.
Dolomitenrundfahrt Lienz 12.6.11
Nasskaltes Rennen heute in Lienz. Als Aufwärmtraining bin ich bis 20 min vor Start im warmen Auto gesessen, dann Kaltstart. Strömender Regen bis Oberdrauburg auf den ersten 20 km. Dann gings endlich aufwärts auf den Gailberg. Merkte schon dass die Beine heute gut sind. Die Straße war klatschnass und die Abfahrten dementsprechend gefährlich. Zwischen Kötschach-Mauten und Obertilliach der schwierigste Streckenabschnitt. Immer wieder kurze giftige Anstiege und rasante Abfahrten, hier heißt es bloß nicht reissen lassen und eine gute Gruppe halten. Dann der letzte nicht allzu schwierige Anstieg auf den Kartitscher Sattel und dann in die schnelle Abfahrt. Hier mußte ich gleich meine Gruppe fahren lassen. Konnte das Tempo abwärts nicht halten. Mußte in Abfaltersbach alles geben und hatte Puls 191 um das ca. 300-400 Meter große Loch zuzufahren. Konnte die Gruppe mit letzter Kraft erreichen und fühlte mich nach kurzer Erholungspause wieder sehr gut. Leider funktionierte der „Kreisel“ auf den letzten 30 km nicht gut und so machte ich mich mit alleine mit 2 Mitstreitern auf die letzten Kilometer. Wir wechselten uns sehr gut ab und fuhren immer über 45km/h. Bei der Einfahrt nach Lienz fuhr ich im Kreisverkehr noch verkehrt und mußte neuantreten.
Wurde mit 3 h 12 min 02 sek. eine tolle Zeit für mich und neue persönliche Bestzeit.
Belegte in meiner Altersklasse Rang 10 !! – Gesamtplatz: 65 von 754 Klassierten.
Bin damit wirklich sehr zufrieden, vorallem die deutliche Leistungssteigerung am Berg.
Tolle Leistung auch von meine Teamkollegen Dieter, der für unsere Vereinsfarben wieder einen Stockerlplatz auf der Langdistanz (Platz 3.) herausfahren konnte – Gratulation
IVB Zeitfahren 8.6.11
Das heutige IVB Einzel-Zeitfahren von Unterperfuss nach Ranggen war mein erstes Bergrennen im heurigen Jahr. Sollte speziell der Vorbereitung für die Dolomitenrundfahrt am Sonntag in Lienz dienen.
Das Wetter war wie prognostiziert sehr schlecht und fing es pünktlich zum Start um 18:00 Uhr zum Regnen an. Bis ich als Vorletzter dann dran war, hat es ziemlich gegossen.
Kein Problem, denn bei Schlechtwetterbedingungen hatte ich meistens recht gute Beine.
Gleich beim Start gab mein Radcomputer den Geist auf, sodaß ich (ohne Puls u. Geschwindigkeit) etwas orientierungslos war. Aber macht nix, dann halt einfach Vollgas.
Habe meine Taktik – großes Blatt solange es geht, dann aufs Kleine und Kurbeln und dann gegen Ende möglichst schnell wieder aufs große Blatt durchgezogen und war mit meiner Leistung recht zufrieden.
Aufgrund des schlechten Wetters waren leider nur 25 Starter gekommen.
Konnte daher auch in meiner Klasse den 3. Rang erreichen, mit einer Zeit von 12 min 00 sek.
Tagesbestzeit erzielte Martin Fritz in 10 min 26 sek.
Unter 11 Minuten blieben auch noch Larcher Klaus, Haller Bernhard und Burger Andreas.
Profifotograf Walter Andre war auch vorort und sollten bald noch Fotos folgen.
Fotos copyright – sportfotos-andre
Nove Colli 22.5.2011
Wie im letzten Jahr wieder prächtiges Wetter und angenehme Temperaturen bereits um 05:30 Uhr als ich mich auf den Weg zum Start machte. Das Bild wenn sich 12.000 Radler Richtung Start bewegen war wieder einzigartig. Bin heuer im 2.Startblock gestanden und somit begann das Rennen für mich bereits um 06:05 Uhr kurz nach dem Start der Spitze.
Die erste Stunde (auf flachem Terrain) wurde ein mörderisches Tempo gegangen. Hatte immer so um die 45 km/h am Tacho. Gehört schon ein gewisser Masochismus dazu, wenn man dieses Tempo mitgeht, da ja noch 200 km und 3.600 Höhenmeter vor einem liegen.
Für mich ein ähnlicher Rennverlauf wie letztes Jahr. Hatte vielleicht nicht die selben spritzigen Beine und bin auch etwas verhaltener angegangen. Trotzdem konnte ich auf den ersten 4 Bergen (Polente, Pieve Rivoschino, Ciola und Barbotto) wieder sehr viele Konkurenten überholen.
Colli Nr. 5 und 6 (Montetiffi und Perticara) kam ich wesentlich zügiger als letztes Jahr drüber und fühlte mich auch noch gut als ich in meinen „Angsthügel“ Nr. 7 unten reinfuhr. Hatte auch bis 50 Meter vor der „Paßhöhe“ bzw. der Labestation kein Problem und war gedanklich schon in der Abfahrt, als sich plötzlich wie aus dem Nichts mein Magen hob und ich mich ohne Vorankündigung übergeben mußte, ohne daß ich mich besonders verausgabt habe.
Grund dafür war wohl leider ein Anfängerfehler: habe während des Rennens Koffeintabletten (ohne Rezept in der Apotheke um EUR 4,- erhältlich) genommen, anstatt Cola, Redbull oder Koffeingels.
Dies hätte ich besser nicht getan, da ich so was noch nie im extremen Renneinsatz probiert habe und nicht wußte wie mein Magen drauf reagiert.
Dachte mir jetzt ist die Zeit beim Teufel, jetzt heißt nur noch Schadensbegrenzung machen. Zwang mich zu Essen und zu trinken und machte mich in die Abfahrt.
Auf dem wohl leichtesten Colli (Nr. 8 Passo Siepi) mußte ich mich nochmals übergeben und war dann folglich stehend k.o. Bin den Berg mit Puls 119 raufgefahren (wenn ich mit meinem Rad in die Areit fahre, habe ich einen höheren Puls)
und habe mit mir gekämpft, ob ich überhaupt ins Ziel fahren soll, oder ob ich nicht den kürzesten Weg Richtung Hotel nehme.
Demotiviert wegen der Hunderten die mich jetzt überholten kämpfte ich mich über den Berg in die Abfahrt. Hängte mich dann bei einer größeren Gruppe an und nahm schließlich wieder halbwegs fit den neunten und letzten Berg (Gorolo) in Angriff. Steigungen im hohen zweistelligen Prozentbereich und die Mittagshitze verlangten nochmals alles ab, ehe es in die Abfahrt nach Cesenatico ging. Daß ich kurz vor dem Ziel die Gruppe wegen Krämpfen reissen laßten mußte, war eine logische Konsequenz meines ausgepumpten Körpers.
Troztdem war ich noch gut 20 Minuten schneller als im Vorjahr und mein Minimalziel zumindest unter den ersten Tausend und Zeit von 7 Stunden 30 Minuten erreicht
Gesamtrang: 937, Klassenrang: 188 , Zeit: 07:30:06
Wäre mir dieser Fehler nicht passiert, wäre an diesem Tag wohl eine super Zeit möglich gewesen … aber was wäre wenn …
Möchte aber nächstes Jahr bei diesem großartigen Event jedenfalls wieder am Start stehen und einmal ohne größere Probleme durchkommen. Aller guten Dinge sind ja 3.
Eine Zeit von 7 Stunden 15 min müßte doch zu schaffen sein – wäre so ca. Platz 500 – 600
Sieger übrigens kein Unbekannter: Corradini Antonio – hat letztes Jahr auch den Ötztal-Marathon gewonnen!
Fünfter auch kein Nobody: Raimondas Rumas (Dritter Tour de France 2002)
Vita Club Radmarathon 1.5.2011
Wie im vorigen Jahr wählte ich wieder als Start in die Saison den Radmarathon in Salzburg. Diesmal mit der ganzen Familie angereist, hatte ich kräftige Unterstützung
am Tag der der Arbeit. Das Wetter war bedeckt, aber die Temperaturen ideal. Die Teilnehmerzahl hat sich gegenüber dem letzten Jahr (250 Starter) auf 470 fast verdoppelt. Dementsprechend stark war natürlich die Konkurrenz bei dieser stark wachsenden Veranstaltung. Mit dem Sieger HPO (Hans-Peter Obwaller) und dem Zweiten Felix Spensberger haben sich dann wohl auch die Stärksten, vorallem auch am Berg, durchgesetzt. Als letzten Anstieg haben die Veranstalter heuer auch noch die Ziestelalm (am bekannten Gaisberg) eingebaut, der knapp vor Schluß noch einmal alles abverlangte.
Doch von Anfang an: Die erste halbe Stunde ging es wieder neutralisiert bis Hallein. Dabei nix neues: hektisches Treiben im Feld ständig bemüht weiter nach vorne zu kommen.
Es war relativ viel Autoverkehr und hielt ich mich möglichst heraus und dann erst am ersten Anstieg auf Krispel richtig durchzustarten. Da merkte ich dann auch schon: Meine Beine heute sind wirklich gut und konnte ich gleich Position um Position gutmachen. Die anschießende rasante Abfahrt wieder die alten Probleme des Postionsverlustes, konnte nach
der Abfahrt aber noch das Hinterrad einer größeren Gruppe erwischen, was notwendig ist für eine weiterhin gute Ausgangsposition. Die nächsten 40 km dann immer wieder ein welliges Terrain mit Auf und Nieder. Z. b. vorbei beim Fuschlsee und beim A1 Ring.
Neu für mich war dann der letzte Anstieg Richtung Gaisberg, den ich ein bißchen ins Blaue fuhr. Es fing zu Regnen an, die Sicht war Schlecht, das Tempo extrem hoch. Bin mit einer großen Gruppe unten reingefahren und konnte mich dann gleich mal unter den ersten 5 festsetzen. Das Tempo wurde immer höher (teilweise über 20km/h) und dachte ich mir immer, allzuweit kanns doch nicht mehr sein! Hat sich aber doch ziemlich gezogen und alles abverlangt. Die anschließende Abfahrt zuerst durch dichten Wald auf einer leichtberechneten Straße hat mir dann doch zu viel Respekt eingeflößt und verlor ich Rang um Rang. Im Ziel waren es dann 11 Plätze die ich auf der letzten Abfahrt von ca. 5 km nach Salzburg verloren haben. Auf dem letzten Kilometer vor dem Ziel habe ich nochmals alles gegeben, konnte die Gruppe aber nicht mehr erwischen und fehlten mir 3-4 Sekunden auf eine wesentlich bessere Platzierung.
Bin aber trotzdem hochzufrieden, vorallem da die Leistung am Berg wirklich gut war (Durchschnittswatt über die 3 Stunden 234 / Maximalwatt 497)
Gesamt Platz: 36.
Klassenrang: 15 (war in der gleichen Klasse wie HPO)
Kompliment an die Veranstalter für die tolle Organisation, die leckeren Kuchen im Ziel und das tolle Geschenk: geile Dress von Santini!!
Die Kids warteten schon im Ziel
Über Walchensee, Kochelsee nach Bad Tölz
Die erste wirklich lange Tour mit Start in Innsbruck führte uns heuer über Telfs, Buchen, Leutasch, Mittenwald, Krün, Wallgau zum
beliebten Walchensee. Von dort gings nach kurzer Steigung und anschließender kurviger Abfahrt zum wunderschön gelegenen Kochelsee.
Dann direkt nach Bad Tölz und bei etwas mehr Autoverkehr nach Lenggries. Jetzt gehts wieder Richtung Österreich zum Achensee und zu unserer
traditionellen Labestation beim M-Preis in Achenkirch. Nach Labung mit Fastfood: Cola, Pizzasnack und Fleischkässemmel weiter nach Maurach und über den „Kasbach“ hinunter nach Jenbach. Die die letzten 40 km durchs Inntal waren dann auch kein Problem mehr.
Tourlänge: 200 km
Höhenmeter: 1.500
Fahrzeit: ca. 6h 30 min
Mein Traum in weiss – ISAAC SONIC
Endlich ist mein neues Rennrad fertig und wird es heute zum ersten Mal auf die Straße geschickt.
Trotz der relativ schweren Aero-Laufräder ist das Gewicht überraschender Weise sehr niedrig geblieben.
So bringt es inklusive Pedale 7,35 kg auf die Waage!
Folgende Parts wurden verwendet:
Rahmen: Isaac Sonic Carbon Rahmen + Gabel
Komplettgruppe: Dura Ace mit Kompaktkurbel
Laufräder: Dura Ace WH 7850 C 50 CL
>> Ritchey WCS Rennrad Lenker ALU
>> Ritchey WCS Vorbau 4 axis schwarz ALU
>> Ritchey WCS Sattelstütze Carbon
>> Pedale : Look Keo 2 Max Carbon
>> Selle Italia SLR Kit Carbonio Sattel weiss
Contador freigesprochen!
Wenn man so die ersten Berichte über den Freispruch durchliest kommt mir echt
das Grausen. Sieht er sich als Opfer und fordert Änderungen im
Dopingregelwerk (wahrscheinlich dass es freigegeben wird)
Wieder einmal hat der (spanische) Verband und/oder die
Politik es geschafft, den Profiradsport dem Untergang näher
zu bringen. Kann jetzt immer besser verstehen, daß z.b.
ARD und ZDF nicht mehr übertragen. Sollte Contador bei
der Tour de France heuer auch noch am Start stehen,
bleibt bei mir die Bildröhre jedenfalls schwarz!!!
Artikel:
radsport-news
orf.at
















